In der oberen Etage des Ostflügels
damals voll mit Stühlen ausgestattet, nach dem Krieg nicht wieder aufgebaut
dazwischen war ein Verbindungsraum
Die Holzfigur des 'deutschen Menschen'
von Willy Meller, links und rechts die Namen der Blutzeugen
Sog. 'braune Hochzeiten' fanden hier statt
(Foto aus einem Film)
Das Brautpaar vor der Ehrenhalle
Kletterwand
ab 1994 haben die Belgier aus dem ehemaligen 'Kultraum' eine Kletterwand gemacht. Aus dem Hörsaal wurde nur ein sehr niedriger Speicher.
Der Speicher in Richtung ehem Kultraum
Nach dem Abbau der Kletterwand
erkennt man gut die Löcher wo die Namen der sog. 'Blutzeugen' angebracht waren. Ausserdem kann man gut das letzte Hackenkreuz erkennen und den Holzsockel worauf der sog. 'deutsche Mensch' stand.
Blick in den ehem Kultraum von oben
gur zu sehen, das letzt Hackenkreuz, der Sockel und die Schlitzfenster
Erläuterungen zu diesem Ort
Die damalige Ehrenhalle im Turm war eine art Gefallendenkmal. Hier stand eine etwas überlebensgroße Figur des sog. „deutschen Menschen“ von Willy Meller. Die Figur war aus Holz und ist nach dem Krieg verschwunden. Links und rechts, wo man jetzt die Löcher sehen kann, waren die Namen der sog. „Blutzeugen“.
Um die „Blutzeugen“ handelt es sich um die 16 Nationalsozialisten, die beim Novemberputsch am 9.11.1923 von der Polizei in München vor der Feldherrenhalle erschossen wurden. Den Tod dieser 16 machte Hitler zum Mysterium. Er stilisierte den 9. November zum weihevollsten Tag und die Feldherrenhalle zum heiligsten Ort des braunen Kults.
Auf dem Sockel unter der Figur stand das Wort HIER, übernommen von den 1935 errichteten Ehrentempeln am Königlichen Platz in München. Dort waren die Sarkophage der 16 exhumierten Blutzeugen aufgestellt und darauf stand geschrieben „Der letzte Appell“ und als Beschwörungsformel für die Wiederauferstehung dieser Martyrer „HIER“. Zu diesem Zeremoniell gehörte auch in Vogelsang die Verlesung der 16 Namen und die Junker antworteten mit HIER. In Sonthofen waren es 16 Glocken, die jede den Namen eines dieser hochstilisierten „Übermenschen“ trug.
Bei Mellers Figur handelt es sich nicht um einen Ordensjunker, der die Hand zum Hitler-Gruß erhebt, sondern wie beim Fackelträger, der ihm gleicht wie zwei Brüder, um das Idealbild des noch zu züchtenden „deutschen Menschen“.
Nach dem Scheitern des Putschversuchs wurde die NSDAP verboten die mittlerweile schon
55 000 Mitglieder zählte.



